So findest du das richtige Solarpanel für unterwegs

Strom wird beim Campen, im Wohnmobil oder Boot leicht zum Luxusgut. Das macht die autarke, solare Stromversorgung attraktiv. Welche unterschiedlichen Lösungen gibt es und welche Faktoren sind bei der Auswahl geeigneter mobiler Solartechnik relevant? Antworten auf diese wichtigen Fragen beim Kauf deiner solaren Stromversorgung für unterwegs findest du in diesem Ratgeber.

GoalZero Nomad 13  

Wie baut sich ein mobiles Solarpanel auf?
Die Solarstromversorgung für den Outdoor-Einsatz beim Camping oder auf Booten, in Wohnmobilen oder Ferienwohnungen verwendet zwar die gleiche Technik, wie die Solarmodule, die auf Hausdächern installiert, stationär Strom erzeugen. Die mobile Anwendung stellt aber spezielle Ansprüche, die sich im Aufbau entsprechender Solarpanels zeigen.
GoalZero Nomad 100
Den Kern eines mobilen Solarpanels bilden ebenfalls Solarzellen, die Licht in Strom wandeln. Das tun sie am besten, wenn sie direkt von der Sonne beleuchtet werden. Ein Solarmodul sollte daher nicht irgendwie in die Landschaft gestellt werden, sondern möglichst auf die Sonne ausgerichtet sein. Auf einem Hausdach brauchst du dazu nur die regelmäßigen Bewegungen der Sonne über den Horizont beachten. Wenn du mit dem Solarpanel unterwegs bist, wird die Sache noch deutlich schwieriger.
Solarmodule für den Outdoor-Einsatz, wie die Goal Zero Nomad Solarpanels, sind daher meist in flexiblen, taschenartigen Gehäusen untergebracht und mit Schlaufen oder ähnlichen Befestigungselementen versehen. Damit kannst du ein solches Solarmodul zum Beispiel an deinem Rucksack befestigen, sodass es gut fixiert ist und nichts die lichtempfindliche Fläche verdeckt. Das garantiert zwar nicht, dass die Sonne immer genau auf die Solarzellen scheint, dazu müsstest du sie immer im Rücken haben. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aber nicht unbedingt notwendig. Das Panel liefert nur weniger Strom, wenn es kein direktes Sonnenlicht erhält.

Das taschenartige Design hat bei mobilen Solarmodulen den weiteren Vorteil, dass du dein Solarkraftwerk Platz sparend zusammenlegen und zum Beispiel in deinem Rucksack verstauen kannst, wenn du es gerade nicht brauchst. Modelle für den Einsatz am Wohnmobil oder Boot, wie etwa das Boulder 30 Solarpanel, haben dagegen meist starre Gehäuse, die sich leichter aufstellen oder am Fahrzeug befestigen lassen.
GoalZero Sherpa 50 Power Pack Akku
In jedem Fall lohnt sich ein Blick auf den Grad der Wasserdichtheit, die das Solarmodul bietet. Als Mindeststandard ist ein Spritzwasserschutz zu empfehlen, der auch mit einem Kürzel wie IPX4 gekennzeichnet sein kann. Das "X" ist meist durch eine weitere Ziffer ersetzt, die den Schutz gegen eindringende Gegenstände oder Partikel kennzeichnet, also zum Beispiel IP54 für staub- und spritzwassergeschützte Solarpanels. Je größer die Zahlen sind, umso besser ist der jeweilige Schutz. Ab IPX7 sind Geräte beispielsweise mindestens eingeschränkt wasserdicht. Aber jetzt stellt sich die entscheidende Frage.

Wie kommt der Strom aus dem Solarpanel ins Smartphone & Co
Tablets, Smartphones und andere Mobilgeräte besitzen in der Regel eine Micro-USB Buchse, über die sie geladen werden. Ein mobiles Solarpanel wie ein Goal Zero Nomad bietet daher oft einen USB-Anschluss, der ein direktes Laden von Mobilgeräten erlaubt. Das ist aber nicht immer die beste Lösung. Erstens bist du beim direkten Laden über das Solarmodul in deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, da die Solarzellen ja in möglichst hellem Licht liegen sollten, damit der Ladevorgang schnell beendet ist. Zweitens scheint auch die Sonne ja nicht immer gleich hell. Bei vorbeiziehenden Wolken oder am Abend lässt die Leistung des Solarmoduls zum Teil stark nach.
GoalZero Yeti 400
Günstiger ist es daher, mit dem Solarpanel einen Akku beziehungsweise ein Powerpack wie das Sherpa 50 aufzuladen. Das kann ebenfalls über den USB-Ausgang geschehen, aber spezielle Solaranschlüsse wie der Solar Port und der Mini Solar Port sind für höhere Spannungen ausgelegt und können höhere Stromstärken übertragen. Bei leistungsfähigen Modulen reduziert das die Ladezeit und gewährleistet, dass du die volle Leistung des Solarmoduls zum Laden nutzen kannst.

Powerpacks für Solaranwendungen
Wenn du mit deinem Solarpanel ein Powerpack auflädst, kannst du es optimal zur Sonne ausrichten und dich mit deinem Mobilgeräten frei bewegen. Zum Aufladen deiner Geräte trennst du dann den Akku vom Solarmodul und hast ebenfalls freie Beweglichkeit. Powerpacks gibt es auch in wasserfesten Ausführungen, wie zum Beispiel das IPX6 zertifizierte Goal Zero Venture 30.
GoalZero Sherpa 50
Welche Solarzellen sind die richtigen?
Die Fertigung von Solarzellen ist allgemein recht aufwändig und daher teuer. Hersteller haben deshalb neue Wege gesucht, um die Zellen kostengünstiger zu produzieren. Das hat aber meist den Nebeneffekt, dass die Leistung der Solarzellen ebenfalls geringer ist. Mit polykristallinen Solarzellen brauchst du daher mehr Fläche als mit monokristallinen Zellen, für die gleiche elektrische Leistung. Die Größe ist aber gerade im Outdoor-Bereich ein entscheidender Faktor, daher sind monokristalline Module trotz höherer Preise meist die bessere Wahl.                                     

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