Outdoor Kaffee: die Espressokanne

Kaffee traditionell italienisch genießen

Der Vollautomat passt nicht in den Rucksack, deswegen stellen wir euch in der Reihe "Outdoor Kaffee“ verschiedene Möglichkeiten der Kaffeezubereitung für unterwegs vor. Diesmal ein altbewährtes Kultprodukt: die Espressokanne.

Die italienische Espressokanne ist eine Sonderform des Perkolators. Erfunden wurde die ursprüngliche Kanne „Moka Express“ von Alfonso Bialetti. Auch heute noch ist die klassische achteckige Kanne von Bialetti in den meisten italienischen Haushalten zu finden und erfreut sich auch außerhalb Italiens großer Beliebtheit.

Während bei klassischen Perkolatoren das Wasser mehrmals durch das Kaffepulver dringt, wird es in der Espressokanne nur einmal durch das Pulver gedrückt. Anders als der gebräuchliche Name annehmen lässt, handelt es sich bei dieser Zubereitung streng genommen nicht um Espresso - denn dafür müsste der Druck deutlich höher sein als ihn die Espressokanne aufbauen kann. Dennoch ist der Kaffee stärker als der aus der Filtermaschine und wird in kleinen Mokkatassen serviert und kann beispielsweise auch als Basis für einen Cappuccino mit Milch aufgegossen werden. Wer lieber einen längeren schwarzen Kaffee trinkt, kann sich das ganze einfach mit heißem Wasser strecken.

moka1

Die Kannen bestehen aus drei Teilen: unten der Wasserbehälter mit Sicherheitsventil, in diesen kommt ein Trichtereinsatz in den das Kaffeepulver gefüllt wird, das Oberteil verschließt den Wasserbehälter und fängt den Kaffee auf, der durch das im Oberteil befindliche Steigrohr gedrückt wird.

 

Die Anwendung ist einfach: Wasser in den Wasserbehälter füllen - dabei darf der Behälter höchstens bis zur Unterkante des Sicherheitsventils gefüllt werden. Dann wird der Trichtereinsatz eingesetzt und mit Kaffeepulver gefüllt. Dabei sollte das Kaffeepulver leicht in den Behälter gedrückt werden. In Italien wird auch gerne so viel Pulver benutzt, dass es gehäuft auf dem Einsatz liegt und durch das Verschließen der Kanne zusammen gedrückt wird. Hier könnt ihr experimentieren, bis ihr euren Geschmack getroffen habt.

Zum Schluss wird das Oberteil aufgesetzt und auf den Wasserbehälter geschraubt. Nun kommt die Kanne auf den Kocher. Wenn ein Fauchen zu hören ist, ist das Wasser im Behälter verbraucht und der Kaffee fertig. Länger sollte man die Kanne nicht auf dem Feuer lassen, da sonst der Kaffee im Oberteil zu kochen beginnt und bitter wird.

Die Kannen sind der ideale Begleiter für den Campingplatz, da sie nicht viel Platz wegnehmen, leicht zu reinigen sind und einen hervorragenden Kaffee machen. Neben der klassischen Variante für den Kocher gibt es die Espressokanne mittlerweile auch elektrisch - für Glamper geeignet ;)

moka2

Tags: Kaffee, Küche
Bitte gib die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.